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Philosophie

Wie und was ich unterrichte, hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Da ist zum einen der Schüler als Person. Jeder Mensch hat einen anderen Charakter und lernt anders. Manche Tennisschüler sind sehr wissbegierig, hören zu und setzen sich stark mit beispielsweise ihrer Schlagtechnik auseinander. Andere lernen visuell und wollen vor allem, dass das Training anstrengend ist, ohne dabei auf gezielte Verbesserungen Wert zu legen. Ein Kind lernt anders als ein Erwachsener. Darauf muss sich ein Trainer einstellen.

Zum anderen ist da die Zielsetzung. Jeder Schüler hat einen anderen Grund, weshalb er Tennistraining nimmt. Manche wollen das Optimum aus sich herausholen und sehen das große Ganze, andere wollen nur an einer bestimmten Sache arbeiten und noch andere wollen einfach nur Spaß und eine gute Zeit haben.

Zusätzlich zu diesen Faktoren kommt hinzu, dass es ein

Unterschied ist, ob ein Schüler allein trainiert oder in einer großen Gruppe. Einzel- und Gruppenunterricht unterscheiden sich enorm durch die Wiederholungszahlen und überhaupt die Übungen, die möglich sind. Wichtig ist also auch, dass die Trainingsform dem Trainingsziel entspricht.

Am Ende sind neben so vielen Faktoren aber vor allem auch noch zwei Voraussetzungen für den Erfolg notwendig: Hat der Schüler das für sein Trainingsziel entsprechend notwendige Talent? Denn nicht jedes Ziel ist für jeden erreichbar, sonst würden wir ja alle in Wimbledon spielen. Und: Stimmt die Chemie zwischen Trainer und Schüler? Dieser Punkt wird meistens stark unterschätzt. Vertraue ich meinem Trainer nicht, mag ihn nicht oder glaubt er nicht an mich, wird sich auch nicht der gewünschte Erfolg einstellen, selbst wenn die Inhalte des Trainings die richtigen sind.

Fitness

Die meisten Tennisspieler suchen ihre Fehler vor allem im technischen, manchmal auch im taktischen Bereich. Dabei liegen häufig die Probleme ganz woanders. Viele - sogar relativ gute - Spieler haben ihr größtes Verbesserungspotential im Bereich der Fitness. Dieser Bereich wird von den meisten Schülern wider besseren Wissens gerne vernachlässigt, da er als lästig, weil anstrengend gilt. Dabei liegt es auf der Hand, dass egal um welchen Sport auszuüben, der körperliche Zustand eine entscheidende Rolle für den späteren Erfolg darstellt. Leider kann man bei den meisten Tennisspielern egal auf welchem Niveau die These aufstellen "Hohe Belastung trifft auf unvorbereiteten Körper". Beim Thema Fitness geht es also nicht einmal nur um den Leistungsgedanken, sondern auch um die eigene Gesundheit. Jeder Spieler sollte als Grundlage ein regelmäßiges Stabilisations- und Beweglichkeitstraining absolvieren, um muskulären Dysbalancen vorzubeugen. Je höher die Ambitionen sind, desto professioneller und intensiver muss das Fitnesstraining aussehen und vor allem dann auch Schnelligkeit beinhalten.

Leider wird die Fitness von den meisten Spielern vernachlässigt und auch von den meisten Tenniseltern unterschätzt, die viel Geld in Tennistraining stecken, aber den körperlichen Zustand ihrer Kinder außer Acht lassen.

Schon ein einfaches Aufwärmprogramm vor der Trainingseinheit oder dem Match wird gerne weggelassen.

Beinarbeit

Jeder Tennisspieler weiß, dass die Beinarbeit äußerst wichtig ist, und auch in der deutschen Trainerausbildung wird dieser Punkt immer hervorgehoben, doch wirklich beigebracht bekommen es die Trainer kaum und so wird auch auf deutschen

Tennisplätzen nur viel zu unzureichend an der Beinarbeit gearbeitet. Sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen bedeutet nicht Seilspringen oder Leiterdrills zu machen. Bei der Beinarbeit geht es darum, wie sich der Spieler zum Schlag hinbewegt, wie er den optimalen Abstand zum Ball findet, welchen Stand die Füße beim Schlag einnehmen und wie er anschließend sein Spielfeld wieder vernünftig abdeckt. Hierfür gibt es unzählige Bewegungsmuster und Schrittkombinationen, von denen die meisten Tennisspieler kaum welche kennen und sich auch gar nicht damit auseinandersetzen.

Es reicht nicht, diese Bewegungsmuster nur zu kennen, sondern diese müssen regelmäßig mit und ohne Ball trainiert werden. In der normalen Trainingseinheit bleibt zumeist dafür zu wenig Zeit, weil die Schüler vor allem Bälle schlagen möchten, wenn sie nur ein- oder zweimal in der Woche trainieren. Aus diesem Grund biete ich extra gesonderte Kurse und Trainingseinheiten zum Thema Beinarbeit an, wo in großen Gruppen unabhängig von Alter und Spielniveau an diesem so wichtigen Thema gearbeitet werden kann.

SCHLAGTECHNIK

Moderne Trainingsmethoden wie "play + stay" oder "TennisXpress" sind spielorientiert und haben im Breitensport auch ihre Berechtigung. Man will die Schüler nicht mehr monotones und teilweise langweiliges Techniktraining absolvieren lassen, bis sie sich irgendwann sehr viel später einmal verabreden und ein Match spielen können. Es geht also darum, möglichst ab der ersten Stunde das Spiel miteinander zu beherrschen und die Technik nebenbei zu erlernen.

Wenn man ehrlich ist, führt diese Herangehensweise nur bei den wenigsten, weil talentierten oder ballaffinen Menschen zum Erfolg. Die große Masse ist aber nunmal nur durchschnittlich begabt und wird die Technik nicht richtig erlernen können. Je nach Alter und Zielsetzung ist das auch völlig in Ordnung, nur muss der Schüler das wissen. Ein späteres Umlernen einer angewöhnten Technik ist langwierig, frustrierend und schwierig.

Will der Schüler also eine für ihn optimale Technik erlernen, kommt er um das "langweilige und monotone" Schlagtraining, das eigentlich gar nicht so langweilig sein muss, nicht herum.

Es gibt aber nicht nur die Anfänger, sondern auch die "alten Hasen" auf dem Tennisplatz, die gute Spieler sind, aber vielleicht nie Tennis bei einem Trainer gelernt haben und über eine unorthodoxe Schlagtechnik verfügen. Sie wollen dann im Training zumeist an taktischen Dingen arbeiten, weil sie meinen, dadurch ihre Niederlagen in Siege zu verwandeln. Sie sehen nicht, dass eine effektive Schlagtechnik Voraussetzung ist, um eine taktische Marschroute überhaupt umsetzen zu können. Hier haben auch gerade Tenniseltern häufig falsche Erwartungen, wenn sie nicht erkennen, dass ihr Kind im Turniermatch oftmals die doch so einfach zu scheinende gewinnbringende Taktik technisch gar nicht umsetzen kann.

Auch Spieler mit einer ineffektiven Schlagtechnik können eine gute Schlagtechnik erwerben, werden aber einen noch steinigeren Weg gehen müssen als ein Anfänger, denn "unlearning is more difficult than learning."

Möchte ein Spieler an seiner Technik arbeiten, helfe ich ihm vor allem mit Trockenschwüngen und verschiedenen Checkpoints dabei. Diese können auch außerhalb des Tennisplatzes geübt werden. Für das Erlernen und Üben der Checkpoints und Trockenschläge biete ich gesonderte Kurse für Großgruppen an, die für jedes Alter und Spielniveau gleichermaßen geeignet sind.